K40 - Amateurfunk im Westerwald - Ortsverband Kannenbäckerland

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Informationen über den Amateurfunk



Was ist Amateurfunk? --- Wie wird man Funkamateur?


Was ist Amateurfunk?
Die unterschiedlichen Betriebsarten - Für jeden ist etwas dabei!


Viele Leute sind auch heute noch der Ansicht, der Amateurufunk bestünde nur aus dem Geben und Hören von Morsezeichen oder dem Sprechfunk zwischen zwei Funkamateuren. In diesem Artikel möchte ich einmal kurz zeigen, dass der Amateurfunk noch viel mehr zu bieten hat:

Nostalgiegeraete
Noch aus der Anfangszeit des Fernsehens bekannt: die Testbilder. Hier ein ATV-Testbild.
ATV - Amateurfunkfernsehen:
Man kann im Amateurfunk selbst Fernsehsignale produzieren und diese zu anderen Funkamateuren senden. Dies ist mittlerweile sowohl mit analoger als auch mit digitaler Technik möglich.

APRS - Wer ist wo unterwegs? APRS ist eine noch ziemlich neue Entwicklung. Zusammen mit einem Funkmodem (einem TNC) und einem geeigneten Programm kann man auf einer Landkarte auf dem Computer sehen, welcher Funkamateur gerade wo unterwegs ist oder wie das Wetter bei einem Funkamateur zu Hause ist.
Jeder, der APRS betreibt, sendet sogenannte "Baken" aus. Darin enthalten ist die aktuelle Position, sowie Kommentare (z.B. das aktuelle Wetter). Diese Baken werden von anderen Funkamateuren wieder empfangen und am Bildschirm dargestellt. Auch kann man sich über APRS persönliche Nachrichten schicken.

Basteln: Funkamateuren ist es erlaubt, selbst ihre Geräte, Antennen oder Zusatzgeräte zu basteln. Viele örtliche Amateurfunkclubs bieten Bastelabende an, in denen gemeinsam gebastelt werden kann.

Kurzwelle: Auf der Kurzwelle kann man ohne großen Aufwand weltweite Funkverbindungen aufbauen. Daher ist dies ein sehr interessanter und lebendiger Teil des Amateurfunkbandes. Hier lassen sich sogar mit geeigneter Software und Soundkarte Bilder übertragen.

Packet Radio: Noch bevor Privathaushalte in Deutschland die Gelegenheit hatten, das Internet zu benutzen, gab es schon das Internet der Funkamateure, genannt Packet Radio. Das Packet-Radio-Netz ist weltweit ausgebaut und bietet Dienste wie "Surfen", Mail lesen und versenden, Mailboxen, APRS (s.o.), Chat und noch weitere interessante Sachen.

Es gibt noch viele weitere "Betriebsarten im Amateurfunk, dies waren nur einige der vielleicht interesantesten! Besuchen sich bei Interesse doch mal den OV-Abend ihres nächsten Ortsverbands und lassen sie sich den Amateurfunk zeigen!

Wie wird man Funkamateur?

Für Interessenten am Funk, speziell dem Amateurfunk, sicherlich die wichtigste Frage. Es ist zu empfehlen, sich an den DARC, den Deutschen Amateur Radio Club zu wenden. Dies ist in der Tat der kürzeste Weg, denn alle "Lizenzierten" im Club, haben diese Prüfung schon hinter sich gebracht und können (und wollen auch gerne) Hilfestellung und Tips geben.
Sollten Sie Interesse haben, einmal bei unserem Ortsverband Kannenbäckerland vorbeizuschauen und hereinzuschnuppern, oder je nachdem wo Sie wohnen, einen anderen Ortsverband besuchen wollen, so senden Sie bitte mir eine E-Mail. Ich werde mich um einen Kontakt kümmern.
Wenn Sie Interesse am Amateurfunk und noch keine rechte Vorstellung von unserem Hobby haben, wird bei Ihnen mit Sicherheit keine Langeweile aufkommen, und außerdem geht es bei uns immer recht familiär und lustig zu...


1. Schritt: Welche Amateurfunkklasse will ich erreichen?

Es gibt 2 Amateurfunkklassen:

Klasse E: Die "Einsteigerlizenz": Hier sind die geringsten Anforderungen. Morsekenntnisse werden nicht verlangt. Nachteil: Nur Aussendungen im 2m-, 70 cm- und 10 GHz-Band sowie einigen Kurzwellenbändern sind erlaubt, sowie eine Leistungsbeschränkung auf nur 75 Watt Senderausgangsleistung

Klasse A: Die "Königsklasse" ! Höchste Lizenzklasse. Auch hier werden keine Morsekenntnisse mehr verlangt. Aussendungen auf allen Amateurfunkbändern erlaubt, inklusive der Kurzwellen-Amateurfunkbänder. Keine eklatante Leistungsbeschränkung.

Anmerkungen:
Hören auf allen Amateurfunkbändern, inklusive der Kurzwelle, ist allen erlaubt. Eine Amateurfunklizenz ist dazu nicht erforderlich (s.o.).

Die Sendeleistung ist für Klasse A auf maximal 750 Watt Hochfrequenzleistung beschränkt (in bestimmten Frequenzbereichen auch weniger), für Klasse 3 auf 10 Watt EIRP.

Die schriftliche Prüfung erfolgt im sog, "Multiple Choice Verfahren", d.h. die jeweils einzig richtige von mehreren (hier: 4) Antworten ist anzukreuzen.

Die Prüfungen bauen nicht aufeinander auf, d.h. Sie können sich gleich zur Prüfung für die Klasse A entscheiden und müssen nicht vorher die Prüfung der Klasse E ablegen.


2. Schritt: Wie bereite ich mich auf die Prüfung vor ?

Je nachdem, ob Sie sich für die Teilnahme an der Prüfung für das Amateurfunkzeugnis der Klasse A oder E entscheiden, ist der Lernaufwand. Er hängt im Fach "Technik" in erheblichem Maße von Vorkenntnissen im Bereich der Elektronik / Elektrotechnik ab. Wer schon längere Zeit Amateurfunk abhört, dem werden viele Abkürzungen, deren Kenntnis in der Prüfung verlangt werden, geläufig sein. Grundkenntnisse der englischen Sprache sind nicht unbedingt notwendig, aber von Vorteil, weil sich viele Abkürzungen aus dem Englischen ableiten (z.B. nennen sich Funkamateure gegenseitig "OM" = Old Man). Außerdem ist Englisch im internationalen Funkverkehr weit verbreitet.

Zur Vorbereitung auf die theoretische Prüfung sollte man als "Einzelkämpfer" ein Buch besitzen, welches den theoretischen Lerninhalt vermittelt, z.B. Hans H. Cuno (DL2CH), "Vorbereitung auf die Amateurfunk-Lizenzprüfung" und etwa 1 Jahr zur Prüfungsvorbereitung einplanen

Natürlich gibt es auch Ortsverbände, die Lizenzkurse durchführen. Grundkenntnisse sind für diese Kurse nicht notwendig und die Gebühren sind auch sehr gering. Sollten Sie so einen Kurs in ihrer Nähe besuchen wollen, wenden Sie sich bitte an mich. Ich werde versuchen, einen solchen Kurs in ihrer Nähe zu finden.

Bei Fragen bin ich gerne bereit zu helfen und zu antworten: E-Mail an mich